Die Kompressionsbehandlung des Lymphödems
Solange eine Verbesserung des bestehenden Lymphödems
angestrebt werden muss, sind Bandagen erforderlich.
Erst nach Erreichen eines zufriedenstellenden Ergebnisses, ist - im
Sinne einer Erhaltungsbehandlung - der Gummikompressionsstrumpf
eine ausreichende Therapie.
Zu Beginn der Behandlung sollten die Bandagen möglichst
tagsüber und ( mit etwas leichterem Anlagedruck) auch nachts getragen
werden. So wird am ehesten ein schneller, auch für die weitere
Behandlung motivierender Erfolg erreicht.
Am besten wirken die Bandagen, wenn der Patient mit den Bandagen
geht: die Muskeln pressen die Haut gegen die festsitzenden
Bandagen aus. Dies ist besonders bei den sogenannten Kurzzugbinden gewährleistet,
die einen hohen Arbeitsdruck haben und bei geringer Elastizität
in Ruhe und geringem Ruhedruck gut vertragen werden.
Bei der Verordnung von Gummikompressionsstrümpfen
wird bei hochgradigen Lymphödemen eine Maßanfertigung erforderlich
sein. Auf jeden Fall ist ein exakter Sitz des Gummistrumpfes bzw. der
Gummikompressionsstrumpfhose Voraussetzung für einerseits einen
guten Behandlungserfolg, andererseits für einen ausreichenden Komfort,
der bei dieser langfristigen Behandlung gewährleistet sein muss.
Bei hochgradigem Lymphödem wird eine Kompressionsklasse III erforderlich
sein, die man auch durch das Übereinandertragen eines Strumpfes
der Kompressionsklasse II und eines zusätzlichen Kompressionsstrumpfes
der Klasse I erreichen kann. Die Kunst der Behandlung liegt in einem
maximalen Therapieeffekt bei geringer Einschränkung der Lebensqualität
der Patientin durch die Behandlung.
Die Apparative Intermittierende
Kompression ist in Ergänzung zur Manuellen Lymphdrainage und
zur Kompression mt Gummistrümpfen bzw. Bandagen im Einzelfall bei
schwerwiegenden Lymphödemen durchwegs sinnvoll.
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